
Geschickt gefragt!
Es waren einmal zwei Mönche, die es einfach nicht lassen konnten, während des Gebets zu rauchen. Weil sie aber das schlechte Gewissen plagte, schrieben sie jeder einen Brief an den Bischof, um ihn dazu zu seiner Meinung zu befragen. Als Antwort erhielt der eine Mönch eine Erlaubnis, der andere jedoch ein Verbot. Darüber wunderten sie sich sehr. Der Mönch, dem das Rauchen erlaubt wurde, fragte den anderen: "Was hast du denn den Bischof gefragt?"
"Ich habe gefragt, ob ich während des Betens rauchen darf."
"Und ich", antwortete der, der eine Erlaubnis bekommen hatte, "habe gefragt, ob ich während des Rauchens beten darf."_____________________________________________________________________________
Wie aus einer Raupe...
Ein Mann beobachtet eines Tages, wie aus einer Raupe ein wunderschöner Schmetterling schlüpfte. Er beobachtete dabei, dass sich der Schmetterling durch das enge Loch seiner zweiten Haut zwängen musste und diese Prozedur eine längere Zeit dauerte. Bei einer anderen Raupe wollte er deshalb dem Schmetterling das Schlüpfen erleichtern und öffnete vorsichtig mit einem Messer die Öffnung, damit er leichter rausschlüpfen könne. Als der Schmetterling dann geschlüpft war, war er merkwürdig missgebildet. Sein normalerweise langer schmaler Körper war dick und gedrungen. Die Flügel, die sich sonst farbenfroh und zart entfalteten, waren kurze Stummelflügel und dicht am Körper angesetzt.
Der Mann ging darauf hin zu einem befreundeten Biologen. Er erzählte ihm was er gemacht hatte und was dabei herausgekommen war. Der Biologe erklärte ihm darauf hin, dass die enge Öffnung für den Schmetterling wichtig sein, da sich die Flügel vor dem Schlüpfen noch innerhalb seines Körpers befänden. Erst beim Durchzwängen durch die enge Öffnung würden die Flügel aus dem Körper herausgedrückt und der Schmetterling könne sich zu seiner vollen Pracht entfalten.